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Blog von Marcus H. alias DeltaLima

OS X Leopard? Gerne! … aber nicht auf dem iBook

30. Januar 2009

Heute hatte ich die Gelegenheit OS X Leopard (10.5) auf meinem iBook auszuprobieren.
Die Installation gestaltete sich problematischer als erst angenommen. Es fing damit an, dass mein iBook die DVD nicht annehmen wollte. Es spuckte sie immer wieder raus (ich hätte das schon als Zeichen nehmen sollen, Leo nicht installieren zu sollen…).
Also musste ein alternativer Weg her. Dieser hieß USB.
Also legte ich ein Image von der Leo DVD an (satte 7GB ca.) und spielte dieses auf eine Partition meiner externen Festplatte. Dann musste ich feststellen, dass die Computer von Apple zwar von Firewire aber nicht von USB booten können, zumindest offiziell.

Die Open Firmware unterstützt das aber, jedoch über einen Umweg. Zunächst muss man die “ID” des Laufwerkes, von dem gebootet werden soll, herausfinden. Dies geht am einfachsten mit dem Festplattendienstprogramm (FDP). Dort klickt man Das Volume an und drückt jetzt Apfel+I. Dann hat man da einen eintrag wie “disk1s0″. Interessant ist hier die Zahl hinter dem “s” , also die “0″. Diese muss man sich jetzt notieren, da sie später noch gebraucht wird.

Jetzt wird der Computer neugestartet und gleich nach dem Ertönen des “Gong” muss die Tastenkombination Apfel+Alt+O+F gedrückt werden. Jetzt ist man im OpenFirmware Eingabepromt.

Nun setzt man das neue Boot-Gerät, also die USB-Festplatte, USB-Stick oder was man auch immer nehmen will.

setenv boot-device ud:[ID],\\:tbxi

Das [ID] muss durch die notierte Zahl ersetzt werden.
Anschließend bootet man mit “mac-boot” und es sollte das entsprechende OS vom USB-Medium geladen werden.

Im Anschluss habe ich unter der Leo mit dem FDP ein Image der bestehenden Tiger Installation gemacht und das OS geupgradet.
Nach ca. einer halben Stunde war die Installation fertig und ich konnte das iBook mit Leopard fahren. Was aber alles andere als angenehm war.
Das Dock ist sehr träge, Fenster ruckeln beim verschieben, das Dashboard kommt auch recht stockend angeflogen… Von der Performance allgemein her geht es, aber die Grafischen Sachen lassen stark zu wünschen übrig.

Also hab ich das Image zurückgespielt, jedoch sagte er andauernd , dass es beschädigt sei. Also habe ich es überprüft – es war alles Ok… Angeblich sei das Dateisystem defekt. Image auf die interne Festplatte kopiert , neu formatiert die ext. Platte und wieder zurückkopiert (bei 10GB vergehen ein paar Minuten…
Nach dem 3. Anlauf hat es dann endlich geklappt und das iBook meldet sich wieder mit Tiger auf dem TFT.
Den Unterschied merkt man enorm. Alles geht wieder viel flüssiger und es ist auch angenehmer zu arbeiten.

Fazit: Leopard auf dem iBook G4 läuft. Das steht fest. Es laufen auch die Programme in ordentlicher Geschwindigkeit, jedoch harperts an der Grafik. Wer mit ruckelnden Fenstern, lahmenden Dock und stockendem Dashboard leben kann (und auch min 1GB Arbeitsspeicher hat) der kann ruhig Leopard benutzen. Ansonst, sofern man nicht unbedingt auf “Leo-only” Software angewiesen ist, würde ich den Einsatz von Leo auf dem iBook nicht empfehlen.

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