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Blog von Marcus H. alias DeltaLima

Debian 6.0 “squeeze” auf dem Acer Aspire One ZG-5 aka. AOA150

Posted by DeltaLima on April 17th, 2011

Ab und an fällt einem immer mal wieder neues Spielzeug in die Hände. So habe ich aktuell das Vergnügen ein Acer Aspire One ZG-5 , auch bekannt als AOA150, einzurichten. Eigentlich sollte auf das Gerät das mitgelieferte Windows drauf, jedoch durfte ich auch ein wenig mit Linux auf dem Gerät rumspielen und ich entschloss mich Debian in der aktuellsten stable-Version zu installieren.

Zunächst ein paar Eckdaten zu dem Netbook:

Formfakter: 8,9″ (Zoll)
Display: 1024×600 LED-Hintergrundbeleuchtung, verspiegelt
CPU: Intel Atom N270 (1,6 GHz)
RAM: 512MB onboard, 512MB zusatz, max. 1,5GB
HDD: 160GB 2,5″
Akku: 6-Zellen Li-Ion Akku – Laufzeit ca. 2 1/2 Stunden
Anschlüsse/Steckplätze: 3x USB2.0, 2x Multi-Kartenleser (echt cool!)

Die Vorbereitung / Von USB booten

Da ich kein externes DVD oder CD-Laufwerk besitze, musste ich die Installation via USB anstoßen. Bei Debian lässt sich recht einfach ein bootbares USB-Medium erstellen. Hierfür lädt man sich die aktuellste Fassung des Installer-Images herunter  (32 bit!! / je nach Geschmack net-install, oder “volles” Image) und bringt es mit einem

root@k10n78d$ dd if=/pfad/zum/image/debian-6.0.1a-i386-xfce+lxde-CD-1.iso of=/dev/sdX

Hier muss beachtet werden, dass /dev/sdX für den USB-Stick, Speicherkarte – whatever – steht. Was dem Gerät zugewiesen wurde, lässt sich mittels dmesg rausbekommen.
Ich habe mich für die xfce-CD entschieden, da ich so oder so den XFCE-Desktop installieren möchte.
Nachdem der Schreibvorgang auf das Zielgerät abgeschlossen ist, kann man schon davon booten. Einfach hierzu ins Netbook rein und beim Start mittels F12 das korrekte Startgerät auswählen.

Die Debian-Installation

Die Installation läuft ganz normal ab. Einfach den Instruktionen folgen – es ist nichts zu beachten. Wer hier hilfe benötigt, der findet in den Weiten des Netzes Anleitungen, wie man den Debian-Installer verwendet. Empfehlenswert ist, dass ein Netzwerkspiegel genutzt wird, damit gleich die aktuellsten Pakete installiert werden (setzt natürlich eine bestehende Internetverbindung voraus).
Nachdem die Installation abgeschlossen ist, wird neugestartet und von der Festplatte gebootet.

Der erste Start

Der Start von Debian sollte recht zügig gehen und X wird sich nach ein paar Sekunden auch zu erkennen geben. X selbst hat sich schon korrekt konfiguriert, das liegt an den guten Intel-Treibern. Die Auflösung sollte schon stimmen und ebenso ist die Hardware 3-D Beschleunigung schon aktiv. Nothing to do!
Jedoch wird bei Zeiten auffallen, dass das Tappen auf das Touchpad nicht funktionieren wird. Hier muss man sich der Hardwaretasten bedienen, welche jedoch etwas ungewöhnlich von Acer platziert worden sind (links und rechts neben dem Touchpad).

Je nach gewähltem Installations-Medium begrüßt einem der Anmeldemanager “kdm” bei einer KDE-Installation oder “gdm” bei einer GNOME- oder XFCE-Installation. In meinem Beispiel wird nach der Anmeldung XFCE gestartet. Die Oberfläche ist wie gewohnt bei XFCE recht smart gehalten. Für so ein Netbook mit 1GB Arbeitsspeicher auch gut, XFCE belegt wenig von dem kostbaren Speicher.

Das Touchpad unter XFCE

Ich gehe hier einen Quick-and-Dirty Weg, um das Touchpad zu konfigurieren. Aus irgendeinem Grund, den ich nicht kenne, wollen programme wie gsynaptics oder tpconfig nicht ihren Dienst verrichten. Der einfachste, jedoch auch verschwenderischste ist sich einach den GNOME-Programmen und Diensten zu bedienen. Das hat den Vorteil, dass man alles ganz einfach ohne Streß und Sorgen konfigurieren kann – Nachteil natürlich, dass ein Stück GNOME auf der Platte liegt und immer im Arbeitsspeicher des Gerätes. Aber bei 1GB störte mich das herzlich wenig.
Folgende Pakete sollte man hierbei installieren:

root@aao-zg5$ apt-get install gnome-control-center gnome-settings-daemon

Hat man dies getan, so sollte man jetzt ein ganzen Packen neuer Pakete auf dem Netbook haben. Jetzt kann man auch über das Terminal oder der Tastenkombination ALT+F2 das gnome-control-center aufrufen, indem man diesen Programmnamen eingibt und mit Enter bestätigt.
Hier im Bereich Maus kann man dann im Karteireiter “Touchpad” sich austoben bei der Konfiguration, sofern dies die Optionen zulassen.
Im Anschluss müsste man auf die gleiche Art und Weise den gnome-settings-daemon aufrufen, da sonst die Einstellungen nicht aufgerufen werden und das Touchpad sich genauso störrisch verhält wie zuvor.
Mein Tip: XFCE bietet eine Sitzungsverwaltung in dem eigenen Control-Panel an. Hier kann man Startprogramme definieren – Einfach den gnome-settings-daemon mit hinzufügen und bei jedem Neustart in die Sitzung von XFCE wird das Touchpad wie gewünscht seinen Dienst verrichten.

Wlan-Verbindungen

Mit der Installation sollte eigentlich das Programm “Wicd” mit installiert worden sein. Dies ist ein GTK-Netzwerkmanager, der einem das Leben echt erleichtert.
Das ZG-5 besitzt einen Schalter für die Drahtlose Verbindung, mit dem man die Wlan-Karte an oder aus schalten kann. Doofer weise, weiß man nie, ob die Karte an ist, da die Kontroll-LED nicht richtig angesprochen wird. Die Treiber sind von Haus aus bei Debian dabei. Sollte man also keine Netzwerke über Wicd finden, so einfach den Schalter betätigen und noch einmal einen Suchlauf starten. Das ist ein wenig tricky.

Done.

Mehr wäre nicht zu tun. Über das gnone-control-center kann man sogar den Sleep-Modus verwalten (Deckel zu ja/nein) – So gut wie alles läuft out of the box, fantastisch!
Ich wünsche nun viel Spaß mit eurem Debianisiertem Acer Aspire One ZG-5

[Update:]

In den Kommentaren schrieb Trurl folgendes zur Touchpad-Thematik:

Zum Thema Touchpad: Man könnte das Problem auch angehen mit dem Kommando “synclient -l TapButton1=1″. Danach sollte das Touchpad funktionieren. Ich hatte das mal quick & dirty in mein Xfce-rc-Skript reingeschrieben.

Es geht aber auch (zumindest bei mir), indem man für das Kernelmodul psmouse die Option proto=imps setzt. Ich habe in /etc/modprobe.d eine Datei namens touchpad.conf angelegt mit der Zeile “options psmouse proto=imps”.

Lüftersteuerung

Ebenso wurde ich noch fündig um den Lüfter etwas Einhalt zu gebieten. Da ich keinen Vergleichswert hatte zu einer Windows-Installation auf dem Gerät und/oder einer funktionierenden Lüfter/Temperatur-Steuerung, dachte ich bei mir, dass es normal sei, dass der Lüfter fast immer auf voller Tour dreht. Dem ist wohl nicht so.
Im Wiki von ubuntuusers.de bin ich auf folgenden Artikel und das darin erwähnte Kernelmodul gestoßen: http://wiki.ubuntuusers.de/ACer_aspire_one#acerhdf

In dem Wiki-Artikel wird gut erklärt wie man das Modul “acerhdf” aktiviert und konfiguriert. Im Prinzip ist das Aktivieren recht einfach:
man trägt einfach die Zeile

acerhdf

in die /etc/modules ein und schon ist bei einem Neustart die Lüftersteuerung aktiv. Jetzt gibt das ZG5 auch endlich Ruhe und ist flüsterleise.

[/Update]

4 Responses to “Debian 6.0 “squeeze” auf dem Acer Aspire One ZG-5 aka. AOA150”

  1. Trurl Says:

    Zum Thema Touchpad: Man könnte das Problem auch angehen mit dem Kommando “synclient -l TapButton1=1″. Danach sollte das Touchpad funktionieren. Ich hatte das mal quick & dirty in mein Xfce-rc-Skript reingeschrieben.

    Es geht aber auch (zumindest bei mir), indem man für das Kernelmodul psmouse die Option proto=imps setzt. Ich habe in /etc/modprobe.d eine Datei namens touchpad.conf angelegt mit der Zeile “options psmouse proto=imps”.

  2. Christian aka. Deardevil Says:

    Hey Marcus,
    also ich weis nicht mein Toshiba NB100 hat auch den Touchpad Treiber bei Debian 6.0.1 nicht manuell gebraucht soweit läuft es jetzt auch werde mal sehen und es als 2. System wiedermal drauf machn das ich etz endlich mal wieder Coden kann und meinen Blog hab ich auch wieder in betrieb genommen

    Greez

  3. is51.kiev.ua Says:

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